Die Reifenprofiltiefe ist eines der wichtigsten Sicherheitsmerkmale am Fahrzeug. Doch wann ist wirklich Schluss – und was sagen die Zahlen über reale Bremsabstände aus?
Gesetzliche Mindestprofiltiefe: 1,6 mm
In Deutschland und der EU schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für PKW vor. Reifen darunter sind nicht mehr straßenzulässig.
Messst du die Profiltiefe mit einer handelsüblichen Schieblehre oder dem Münztest (1-Cent-Stück = 1,6 mm Profil).
Was Experten empfehlen: 3 mm bzw. 4 mm
Die gesetzliche Grenze ist jedoch nicht gleichbedeutend mit sicherem Fahren. Der ADAC empfiehlt einen Reifenwechsel bereits bei 3 mm (Sommerreifen) und 4 mm (Winterreifen).
Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg von 3 mm auf 1,6 mm Profil um bis zu 8 Meter – das kann über einen Unfall entscheiden.
Profiltiefe und Bremsweg: Die Zahlen
Konkrete Messungen zeigen: Ein Sommerreifen mit 8 mm Profil benötigt bei 80 km/h auf nasser Fahrbahn ca. 25 m Bremsweg. Bei 1,6 mm Restprofil sind es bereits über 33 m.
Im Alltag macht das den Unterschied zwischen einem Auffahrunfall und einem knappen Anhalten. Gerade im Herbst und Winter, wenn die Straßen oft feucht sind, ist ausreichende Profiltiefe entscheidend.
So prüfst du die Profiltiefe richtig
Nutze eine Profiltiefenlehre (ca. 3 € im Handel) für genaue Messungen. Messe an mehreren Stellen über die gesamte Reifenbreite, da ungleichmäßiger Verschleiß auf Achsfehlstellungen hinweisen kann.
Viele moderne Reifen haben Verschleißindikatoren (TWI – Tread Wear Indicator): kleine Stege im Profilgrund, die bei 1,6 mm bündig mit der Profiloberfläche abschließen.
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